Im Test – Opel Astra 2022

So sieht Opel nun aus, und so ist der Astra. Er klont die Markenidentität des neuen Mokka und die gesamte technische Basis des Peugeot 308. Frankofon mit deutscher DNA. 

Wie Sie sich vorstellen können, ist dies die erste Generation des Opel Astra, die komplett unter dem Dach von PSA gebaut wird, dem inzwischen mächtigen Stellantis-Konzern. Er hat die schwierige Aufgabe, jeder seiner verschiedenen Marken eine eigene Identität zu geben, und bei dem Opel weiterhin mit der deutschen Version der Marke spielen will: 

  • Präzision, 
  • Strenge, 
  • Ordnung, 
  • Persönlichkeit und
  • Einfachheit bei der Umsetzung komplexer technischer Prozesse.

Opel möchte mit der neuen Astra-Generation mit einem neuen Styling auftrumpfen, das wie beim Opel Mokka auch einen großen Schlenker macht. 

OPEL ASTRA 2022, DEUTSCH AUF DER GLEICHEN TECHNISCHEN BASIS WIE DER PEUGEOT 308

Alles ist brandneu, beginnend mit dem Skelett. Wie es nicht anders sein kann, wenn man zu einem großen Industriekonzern gehört, sind Synergien das Gebot der Stunde, und der Astra ist ein weiterer der großen Nutznießer der EMP-II-Architektur, also der großen der verschiedenen Modelle der ehemaligen PSA. Konkret handelt es sich um die dritte Generation dieser Plattform, die an die Multi-Powertrain-Technologien angepasst ist und im Falle der Versionen im Kompaktformat über einen neuen Radstand von 2.675 mm verfügt, der 13 mm länger ist als der Radstand des scheidenden Opel Astra.

Natürlich bedeutet es mehr Platz und Komfort im Innenraum und eine höhere Ladekapazität. In diesem Fall ist es nicht so sehr die Kapazität selbst, die der neue Opel Astra ankündigt, sondern die Modularität, die er jetzt mit einem doppelten Boden erreicht, sowie die Möglichkeit, elektrische Komponenten seiner Hybridsysteme zu speichern, ohne die Ladung zu sehr zu konditionieren. Opel gibt 422 Liter für die Standardversionen an und verspricht einen minimalen Verlust im Falle der PHEVs, obwohl wir vom Peugeot 308 wissen, dass die Reduzierung signifikant ist.

Die markantesten Merkmale des neuen Opel Astra werden seine neue, klare, kantige Form, eine breitere Heckklappe und eine Frontpartie mit neuen, sehr technisch anmutenden Lichtclustern im Vizor-Design mit schlankem LED-Tagfahrlicht und aktiven Scheinwerfern bei den Topmodellen sein. Die LED-Scheinwerfer werden jedoch bei der gesamten Baureihe zur Serienausstattung gehören. Bei den Fahrhilfen nennt Opel Elemente wie ein halbautomatisches Überholsystem, den aktiven Tempomat mit Stop&Go, 360-Grad-Umgebungskameras, Querverkehrswarnung, erweiterte Verkehrszeichenerkennung, präventive Geschwindigkeitsanpassung. Auch in dieser Hinsicht wird die Ausstattung ähnlich wie beim Peugeot 308 sein.

Die EMP-II-Architektur der dritten Generation besteht zu nicht weniger als 50 Prozent aus neuen Komponenten. Alle Opel Astra-Modelle werden mit Energie-zertifizierten Reifen der Klasse A ausgestattet. 

OPEL ASTRA 2022. ZWEI BENZINER, EIN DIESEL UND ZWEI PHEVs (plug-in hybrid electric vehicle)

Die Benziner werden entweder mit dem manuellen Getriebe oder der intelligenten 8-Gang-Wandler-Automatik erhältlich sein. Darunter wird der 1.2T mit 110 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe sein Debüt im Programm feiern.

Als Diesel wird der 1.5D, ebenfalls von PSA, mit 130 PS und den beiden möglichen Getrieben erhältlich sein. 

Bei den PHEVs ist ein gemeinsamer 110-PS-Elektromotor vorhanden, wobei der 1.6T die beiden Versionen der Baureihe mit 150 oder 180 PS unterscheidet; so sind die Opel Astra PHEVs mit 180 und 225 PS insgesamt konfiguriert, immer mit 12,4-kWh-Batterien und 8-Gang-Automatikgetriebe in beiden Fällen, für eine elektrische Reichweite von mehr als 50 km. 

Im Innenraum sind beide Bildschirme immer digital, wobei wir davon ausgehen, dass es sich hier um Prototyp-Versionen handelt, da die Mokka-eigenen Bildschirme viel auffälliger sind und eine höhere Auflösung haben. Es gibt mehr Kopffreiheit als zuvor, die Höhe der Vordersitze ist 12 mm niedriger als beim Vorgängermodell und auch auf den Rücksitzen gibt es offenbar mehr Platz.

Opel legt Wert auf folgende Parameter:

  • hohe Bremsleistung,
  • hohe Kurvengeschwindigkeiten,
  • optimale Sicht,
  • geringer Fahrstress,
  • einfache „Verbindung“ zwischen Mensch und Maschine und unmittelbare, aber nicht unbedingt schnelle Reaktionen,
  • gute aerodynamische Isolierung und
  • vorhersehbares Verhalten. 

Was die Motoren anbelangt, so eignet sich der 1.2T/130 gut für einen ruhigen und leisen Betrieb, aber nicht für hohe mechanische Anforderungen. Man darf nicht vergessen, dass es sich um einen Dreizylinder mit Kompressor handelt, der im Moment wenig elastisches Reaktionsvermögen hat (es wird sich verbessern) und ab dem mittleren Drehzahlbereich nicht mehr viel Leistung hat (wir erwarten dort keine großen Entwicklungen). Eine Version, wie zuvor erwähnt, für Kunden, die keine großen Ansprüche an die Dynamik stellen. Das manuelle Getriebe hat wunderbar funktioniert.

Was den PHEV betrifft, so ist selbst bei einer minimalen Batterieladung, um eine Mindeststrecke im Elektromodus zurückzulegen, die mechanische Kraft offensichtlich. Alles in allem hinterlässt das Produkt selbst einen guten Eindruck, obwohl man sich der Entwicklung bewusst sein muss, die noch aussteht, bis der Astra ein 100%iges Serienprodukt wird. 

Geräumigkeit, Qualität und ein insgesamt gutes Fahrgefühl – ein komfort- und wohlfühlorientiertes Modell. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten…


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